Tauchen in Khao Lak

Hier stellen wir ihnen alle Khao Lak Tauch Spots als auch die diversen Möglichkeiten, diese zu erreichen, vor.

Khao Lak Tauchen

Khao Lak Tauchen startet im Thap Lamu Hafen

Khao Lak existiert im Grunde nur wegen Nähe zu den Tauchgebieten in der Andamanensee wie den Similan Inseln und Richelieu Rock, was die einzigartige Dichte an Tauchbasen und Tauchshops beweist. Der heutige Resort- und Hoteltourismus resultiert aus den Entscheidungen über den Wiederaufbau der Einwohner nach den Zerstörungen durch den Tsunami 2004 und ist daher ein jüngeres Phänomen. Wo sich heutzutage die großen Resorts am Strand erstrecken, war bis 2004 das eigentliche Ortszentrum von Khao Lak, mit Hütten meist nur aus Treibholz zusammengenagelt und die Speedboote legten direkt vom Strand vor den Tauchbasen in Richtung Similan Inseln ab.

Khao Lak verfügt heute über diverse Möglichkeiten zu tauchen – von der einfachen Tagestour zu einem lokalen Wrack, über Höhlentauchen im Süsswassersee bis zu luxuriösen Entdeckungsfahrten ins benachbarte Myanmar.

Similan Inseln

Die Similan Inseln gehören sicherlich mit zum Schönsten was Thailand zu bieten hat, und dies ist kein Geheimnis mehr. Die Anzahl an Tauchern, gerade auf Tagesausflügen, nimmt von Saison zu Saison stetig zu, was natürlich Spuren hinterlässt.

Similan Inseln

ohne Tagestouristen sind die Similans paradiesisch

Die Korallenbleiche 2010 hat eindrucksvoll bewiesen, wie stark dieses Ökosystem bereits unter Druck steht. Dennoch, das glasklare Wasser und für die Verhältnisse immer noch hohe Artenvielfalt lassen auch 2013 noch aufregende und interessante Tauchgänge zu. Die Similan Inseln sind perfekt für Anfänger oder leicht Fortgeschrittene. Für den weitgereisten Taucher kann die Unterwasserlandschaft und Tierwelt manchmal enttäuschen, vor allem da im Marketing vieler Tauchbasen, und auch veraltete Artikel im Internet, die Similan Inseln oft noch in ihrem Zustand vor fünf Jahren vorstellen – und da hat sich leider vieles verändert.

Was kann man von den Similan Inseln Erwarten

Zuallererst natürlich die optimalen Bedingungen wie Sichtweiten von meist über 30 Metern, Wassertemperaturen um die 29° und stabiles Wetter, so daß jeder Tag ein Tauchtag ist. Unterhalb von 15-17 Metern ist in den Jahren 2012/13 rapides Korallenwachstum zu verzeichnen. Similan Inseln ButterflyfishSowohl Hart- und Weichkorallen finden momentan anscheinend perfekte Wachstumsbedingungen vor. Robuste Korallenbewohner, wie z.B. alle möglichen Barsche, Schildkröten, Oktopusse, Shrimps, Aale und Krabben gibt es zu Hauf. Ab dann beginnen die neun Hauptinseln aber bereits zu enttäuschen. Alle Großfische sind, wie in weiten Teilen Asiens üblich, ausgefischt – der ein oder andere Barracuda oder die Weisspitzenriffhaie bei Elephant Head Rock vermögen nur gering darüber hinwegzutrösten. Regelmäßige Mantarochen- und Haisichtungen gehören quasi der Vergangenheit an, können aber ein paar Kilometer nördlich auf Koh Bon & Koh Tachai noch gesichtet werden.

Wie Sie auf den Similans am besten Tauchen

Similan Tagestrips

Die Tagestrips zu den Similan Inseln selbst haben momentan schlicht das schlechteste Preis-Leistungsverhältnis aller Tagestauchtouren in Khao Lak. Die Boote sind voll, ihre Anzahl hat stark zugenommen, die Touren stehen unter großem Zeitdruck und daher werden die besten Tauchplätze bei diesen Touren kaum angefahren.

Es gibt drei Versionen von Similan Tagestouren:

  • reine Speedboot Tour

     

    2 Tauchgänge

    ca 7:00 – 16:00 Uhr

    ca 120,- €

  • Tagestour mit großem Boot

     

    2 Tauchgänge

    komfortabler als Speedboot aber lange Fahrtzeiten

    ca 6:30 – 18:00 Uhr

    ca 120,- €

  • Speedboot & Tauchplatform

     

    2 Tauchgänge

    ca 7:00 – 16:00 Uhr

    ca 120,- €

 

Tagestauchen vom SpeedboatRelativ neu sind Tauchplattformboote, die für die Tagestouren und Übernachtungstouren gleichzeitig genutzt werden. Diese können bis zu 20 Personen in Kabinen unterbringen und bis zu 40 zusätzliche Tagestaucher aufnehmen. Diese haben für den Tagesgast natürlich ein paar Vorteile, da hier für die Oberflächenpause und das Ausrüstungshandling mehr Platz zur Verfügung steht. Mit maximal 59 Mittauchern (alleine vom selben Boot) kann man dann unter Wasser tolle Fotos von enormen Blasenvorhängen machen.

 

Similan Liveaboards

Definitiv die beste, und der einhelligen Meinung erfahrener Taucher nach auch, die einzig vernünftige Art die Similans zu betauchen. Die Safariboote fahren in aller Regel eine 4 Tage / 4 Nächte Route. Die Tauchplätze der Similan Inseln selbst sind nur der Auftakt dieser Tauchsafaris, die meisten und besten Tauchgänge werden dann auf den nördlichen und weitaus besseren Divesites von Koh Bon, Tachai und Richelieu Rock absolviert. Auf 5-Tages Safaris werden auch die etwas überschätzten aber wunderschönen Surin Inseln angefahren. Auf Similan Liveboards ist man maximal mit 20 anderen in kleinen Gruppen zu je fünf Tauchern im Wasser und die verantwortlichen Reiseleiter wissen in der Regel wie man den Massen der Tagestouristen ausweicht.

Similan Liveaboard

Similan Liveaboard

Grobe Preisübersicht Similan Tauchsafaris:

  • Budget:

    • 3 Tage ca 350,- €
    • 4 Tage ca 550,- €
    • 5 Tage ca 650,- €

  • Mittelklasse:

    • 4 Tage ca 650 – 850,- €

  • Luxus:

    • 6 Tage  ca 1.500,- €

Wer eine Tauchsafari von Khao Lak plant, sollte darauf achten, zuerst die Safari zu buchen und dann die entsprechenden Hotelnächte erst wenn der Zeitpunkt der Safari feststeht. Es ist oft viel einfacher ein ordentliches Zimmer in Khao Lak zu bekommen, als kurzfristig noch eine Kabine auf einem Similan Liveaboard zu einer bestimmten Zeit.

Die Nördlichen Similans – Koh Bon & Koh Tachai

Mantarochen bei Koh Bon

Mantarochen bei Koh Bon

Koh Bon ist eine einzelne Insel 11 Seemeilen Nördlich der eigentlichen Similan Inseln, gehört aber zum Similan Islands National Park. Koh Bon besteht im Gegensatz zu den Similans aus Hartkalkstein, was einen etwas anderen Korallenbewuchs zur Folge hat. Am berühmtesten ist Koh Bon natürlich wegen seiner regelmäßigen Besuche von Mantarochen in den Monaten Januar bis April. Koh Bon hat keinen Strand und ist daher nur als Schnorchel oder Tauchplatz geeignet. An der Nordseite des Riffs sind noch Spuren von Dynamitfischerei von vor 20 Jahren sichtbar, die Wand an der Südseite, wo auch die Mantrochen oft gesehen werden, strahlt in den verschiedensten Farben ihres Weichkorallenbewuchses. Napoleon Wrasse, Schildkröten und Schwarzspitzenriffhaie sind auch noch mit etwas Glück zu erspähen.

Koh Tachai

Koh Tachai ist ebenfalls eine einzelne Insel, aber wiederum aus den bei den Similan Inseln üblichen abgerundeten Granitblöcken. Da die Korallenbleiche Koh Tachai kaum erreichte, ist diese auch heute noch ein hervorragender Top-Tauchplatz mit geunden Korallen, intakter Fischbevölkerung und der besten Chance auf Großfisch. Der Tauchplatz selbst ist ein grosser Kuppelförmiger Granitfelsen ca 300 Meter südlich der Insel, daher ist hier fast immer mit starken Strömungen zu rechnen. Der Beste Tauchplatz ist gleichzeitig der Anspruchsvollste.

Beide Inseln sind von Khao Lak aus per Tagesausflug erreichbar und falls die Urlaubsplanung keine komplett Tauchsafari zulässt, sind Koh Bon & Koh Tachai den Similan Inseln als Tagestauchausflug definitiv vorzuziehen.

Surin Inseln & Richelieu Rock

Die Surin Inseln bestehen aus zwei grossen Hauptinseln und mehreren Miniinselchen ca 14 Seemeilen Nord-Westlich von Koh Tachai. Die Surin Inseln sind durch ihre Abgelegenheit noch nicht im Fokus des Massentourismus und daher sehr sehenswert. Taucherisch dagegen oft eine Enttäuschung, da hier sehr flaches Wasser mit Maximaltiefen von 20 Metern vorherrscht, was natürlich ein verheerender Faktor bei der 2010 Korallenbleiche war. Prinzipiell sind die Surin Inseln selbst am besten als ruhiger und lockerer dritter Tag einer Fünftägigen Safari zu betauchen, wo man es mal ruhiger angehen lassen kann und ein bischen mehr Zeit am Strand verbringt. Dennoch auch hier sind interessante Dinge unter Wasser zu sehen, die komplette Fauna ist eine Variation der Similan Inseln und man kann andere Arten als auf den restlichen Tauchplätzen sehen. Desweiteren kommen noch sehr unregelmäßige Sichtungen von Adlerrochen, Riffhaien und Mantarochen vor.

Richelieu Rock

Richelieu Rock bei Ebbe

Richelieu Rock bei Ebbe

Zweifelsohne der Superstar aller Khao Lak Tauchplätze! Benannt ist der Fels nach Andreas du Plessis de Richelieu, einem Dänischen Admiral der im 19. Jahrhundert den Siamesischen Seestreitkräften in dieser Region im Kampf gegen die Franzosen half und es bis zum Oberkommandierenden der gesamten Siamesischen Flotte brachte. Der Tauchplatz selbst wird in mehreren Listen immer noch, und das ganz zu recht, zu den Top10 Tauchspots der Welt gezählt wird. Leider sind die Sichtungen von Mantarochen und Walhaien dort stark zurückgegangen, aber der Rest ist in atemberaubendem Zustand. Richelieu kann für ca 150,- € per Tagestrip angefahren werden, aber auch hier gilt Tauchsafari bietet einfach doppelt soviele Tauchgänge fürs halbe Geld.

 

Die Wracks vor der Küste – Boonsung, Premchai & Seachart

1973 sank 5 Kilometer vor der Küste ein Teil einer Zinnminenplattform. Dies ist heute zwar nicht mehr als ein haufen Alteisen in 18 Metern Tiefe, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem eigenen Ökosystem gemausert. Das „Wrack“ ist ca 100 x 100 Meter, kann nicht betreten werden, aber floriert vor Leben. Dort findet man auch die größten Fischschwärme aller Khao Lak Tauchspots. Die Nähe zur Küste macht das Boonsung Wrack zu einem perfekten Halbtagesausflug, der spät (ca 8:30 – 9:00 Uhr) beginnt und früh endet, da die Anfahrt vom Strand aus mit klassischem Thai-Longtailboot nur ca 30 minuten dauert. Nach zwei Tauchgängen ist man allerspätestens um 15:00, meist zwischen 13:30 und 14:30 wieder an Land und kann den Rest des Tages geniessen.

Premchai & Seachart sind neuere Wracks und echte Schiffe. Diese liegen in einer etwas größeren Tiefe (27-40 Meter) und weisen durch ihr geringes Alter noch nicht viele Unterwasserbewohner auf. Für erfahrene Taucher, die gerne Wracks tauchen und es etwas tiefer mögen, sind diese Wracks durchaus ein toller Ausflug, vor allem das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.

Die Operation mit Thai-Longtailbooten in kleinen Gruppen macht diese Ziele etwas schwierig für die Divecenter zu planen, und es kann vorkommen, daß sie manchmal warten müssen, bis sich ein- zwei andere Interessenten für einen bestimmten Tag zusammenfinden. Da empfiehlt es sich im Vorfeld mehreren Tauchshops bescheid zu geben, daß sie Interesse für bestimmte Tage haben, und diese werden sich dann zurückmelden. Für detaillierte Informationen zu den Wracks empfiehlt sich die Seite Divezone.net (englisch).

Myanmar Tauchsafaris – Nördlich von Richelieu Rock

Khao Lak ist auch ein Ausgangspunkt für Tauchsafaris in das einsame Mergui Archipel im benachbarten Myanmar. Dies ist seit 1997 möglich und wird nun seit der Korallenbleiche 2010, die das Mergui Archipel komplett verschonte, verstärkt betrieben. Das Mergui Archipel ist durchaus mit Tauchspots gespickt, die es locker mit Richelieu Rock aufnehmen können, viele erfahrene Tauchguides nennen Richelieu Rock augenzwinkernd auch Myanmar’s kleinste Divesite. Das Mergui Archipel ist geradezu riesig und das beste daran ist natürlich dort dem Massentourismus, ja geradezu jeglicher Zivilisation zu entfliehen. Das Tauchen dort ist aufregend und wegen Strömungen auch etwas fortgeschrittener als die Tauchspots in Thailand. Das ganze ist natürlich, vor allem wegen der Treibstoffkosten, nicht billig und Myanmar’s Behörden greifen auch mit einer saftigen Visagebühr von minimum 200,- U$ zu.

Mergui Archipel

Mergui Archipel

 

Sie werden vielleicht erleben, daß Myanmar als unentdecktes und unerforschtes Tauchrevier beworben wird, was natürlich Quatsch ist – und auf einen sehr wichtigen Aspekt hinweist: Im abgelegenen Mergui Archipel möchten sie nur mit erfahrenen Diveguides und Reiseleitern unterwegs sein, und nicht mit Betreibern, die erst vor kurzem den Betrieb dorthin aufgenommen haben und nun auf die Kosten der Tauchkunden das Gebiet dort für sich erforschen. Die im Mergui Archipel erfahrensten Tourleader in Khao Lak betreiben mit Tauchen in Burma eine deutschsprachige Webseite mit vielen hilfreichen und aktuellen Informationen. Die Preise für vernünftige Tauchsafaris nach Myanmar von Khao Lak aus starten bei ca 1000,- € in der Unterklasse plus die jeweilige Visagebühr.

Die Khao Lak Tauchindustrie – Bootseigner, Agenturen und Reseller

Wer sich in Khao Lak ein wenig umsieht trifft ca alle 20 Meter auf einen Tauchshop und da ist es natürlich klar, dass nicht jeder ein eigenes Boot betreibt. Die meisten dieser Shops sind Reseller, was bedeutet, daß sie Plätze auf Booten von einem oder zwei anderen großen Tauchbasen weiterverkaufen. Dies kann für den Kunden durchaus Vorteile haben. Der Betrieb von Booten ist ein komplexes Geschäft und die Tauchbasen mit mehreren Booten haben alle Hände voll mit Logistik, Sicherheit und Planung zu tun. Natürlich ist es kein Fehler dort direkt seine Tour zu buchen, aber die Reseller sind häufig Kundenorientierter angelegt als die Betreiber, deren oberste Priorität die Logistik ist. Bei Resellern bekommt man oft neueres Leih-Equipment und weitere Services wie Privat-Diveguides mit entsprechenden Sprachkenntnissen. Die internen Absprachen untereinander verhindern Preisunterschiede, so daß es vom Verkaufspreis fast egal ist, wo sie buchen. Agenturen sind relativ neu in Khao Lak, dies ist ursprünglich ein Geschäftsmodell aus dem 100 km entfernten Phuket. Agenturen bieten die Auswahl über viele Boote und Optionen an. Agenturen haben den Vorteil eine breite Palette auch verschiedener Preisstufen anbieten zu können, was sie von den Resellern unterscheidet. Auch bei den Agenturen bekommt man oft besseres Leihequipment als bei den Betreibern und sie sind berechtigt den Kunden eigenes Tauchpersonal für die Touren zur Seite zu stellen. Die Agenturen sind nicht auf spezielle Boote und Produkte limitiert und können mit ihnen im persönlichen Gespräch die besten Tauchtrips individuell für sie zusammenstellen. Gute Agenturen erkennen sie daran, daß diese ihnen Gegenfragen stellen, um herauszufinden was das beste für Sie wäre. Veraltete Reiseführer sprechen davon, daß man seine Tauchtrips auf jedenfall bei den Bootsbetreibern selbst buchen sollte, dies hat sich in den letzten Jahren dramatisch geändert, da viele Bootsbetreiber im Endkundenservice noch Verbesserungspotential übrig lassen. Stellen sie eine Liste zusammen, was ihnen bei ihren Tauchabenteuern wichtig ist, recherchieren sie die Bewertungen der Divecenter auf einschlägigen Portalen, kontaktieren sie mehrere Tauchshops online im Vorfeld und stellen sie spezifische Fragen, dann werden sie schnell herausfinden, wo sie gut aufgehoben sind.

Weitere Links zu diesem Thema:

http://www.taucher.net/edb/tauchbasen_Thailand_-_Andamanensee_219.html

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Khao Lak Tauchen
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